Am 28. Mai 2005 fand, nach einem Dreivierteljahr der Vorbereitung, das Klassentreffen zum 25. Abiturjubiläum statt. Zu den bei der Besichtigung des FG und beim eigentlichen Treffen entstandenen Photos kommt Ihr über die nebenstehenden Links.

Sabine hat die Ereignisse in einem langen Brief an Marcel, der kurzfristig absagen mußte, zusammengefaßt. Für alle Nichtdabeigewesenen zur Information und für die Teilnehmer zur Erinnerung hier der Text:


Wir hatten einen wirklich schönen Tag, zunächst in der Schule mit einer interessanten Führung durch die uns so vertrauten Räume. Dank unserem Ehemaligen-Status und im Beisein des heutigen Direktors des FG, Herrn Frank, durften wir sogar ins Lehrerzimmer! Dort zeigte er uns mehrere Bildtafeln mit "Passfotos" aller gegenwärtig unterrichtenden Lehrer.

Bei Eingeweihten in der Schule heißen diese Tafeln nach seinen Informationen tatsächlich "Verbrecherkartei" - sie sehen aber auch so aus! Im Kollegium haben sich seit unserem Weggang natürlich viele Veränderungen ergeben, aber einige Gesichter haben wir dennoch wiedererkannt: Herrn Krüger, Herrn Deutschmann, Mme Hornung, Mme Schuffelhauer und M. Moudat (auch er - zum Bedauern aller Mitschülerinnen - wie wir alle sichtbar älter geworden!). Schade, dass einige der Genannten auf unsere Einladungen nicht geantwortet haben und folglich auch bei unserem abendlichen Treffen dann nicht dabei waren.

Wider Erwarten waren wir bereits am FG schon ein ganz repräsentatives Grüppchen: Über 25 Teilnehmer waren bei der Führung dabei und die ersten Erinnerungen wurden untereinander schon auf den Fluren, in den Klassenräumen und auf der immer noch wunderschönen Dachterrasse ausgetauscht, die nach dem Bauboom der letzten Jahre mit ganz neuen Ausblicken aufwarten kann.

Dann kamen wir in das "Amphitheater" des Physikraums, wo wir - und das war die streng geheim gehaltene Überraschung - von Herrn Frank die Originale unserer Abi-Klausuren ausgehändigt bekamen. Amüsiert bemerkten wir alle, dass es jedem von uns beim Aufrufen unserer Namen tatsächlich für einen Moment wieder den Magen zusammenzog - fast wie früher nach den leidigen Klassenarbeiten...

Wir waren im ganzen Gebäude unterwegs und das Interesse und die Fragen an Herrn Frank nahmen so gar kein Ende! Wir hätten dort bestimmt noch viel mehr Zeit als die tatsächlich in Anspruch genommenen 2 1/2 Stunden verbringen können, vor allem nachdem sich Thomas Powalla im Musikraum an den Flügel setzte und anfing, wunderschön zu spielen... Auch wie früher! Aber dann drängte doch der Anschlusstermin in Nikolassee, im Restaurant um 17.00 Uhr.

Andi Heinzgen hatte an der Schule furchtbares Pech: Er kam morgens mit der Bahn von einem Geschäftstermin in Osnabrück zurück. In Berlin war an diesem Tag das Fußball-Pokalendspiel und so saß er im (Zitat:) "bumsvollen" Zug nach Berlin. Das wäre ja noch gegangen, aber wir hatten GUTES Wetter für unser Klassentreffen bestellt und haben es auch bekommen. Just an diesem Tag hatten wir 30° C und mehr. Im Zug nach Berlin wohl eher noch viel mehr.

Jedenfalls hatte Andi es nach seiner etwas verspäteten Ankunft in Berlin dann doch ziemlich eilig und vor dem FG, wo wir uns getroffen hatten und auf seine Ankunft und die FG-Führung warteten, war es recht schattig. Bei den Lichtreflexen unter den Bäumen übersah er einen
kniehohen Fahrradständer und fiel der Länge nach auf die Nase. Vom Schneidezahn brach ein Stückchen ab, der Kiefer war ausgerenkt, er hatte am ganzen Körper Schürfwunden und war auch ordentlich beschmutzt. Das war erstmal sehr schmerzhaft (für ihn), erschreckend (für uns) und insgesamt ziemlich ernüchternd. Nach so einem Erlebnis wäre der Tag, trotz des geplanten "Events" für mich wahrscheinlich beendet gewesen. Nicht so für Andi. Er blieb eisern den ganzen Tag über im Einsatz und übernahm abends auch die gesamte Moderation. Wirklich bewundernswert.

Die Zeit für die Fahrt nach Nikolassee nutzte jeder auf seine Weise: Andi fuhr logischerweise nach Hause, um sich umzuziehen. Andere auswärtige Teilnehmer genossen es, mit der S-Bahn zu unserem Veranstaltungsort zu zuckeln (und Fußballfans am Bahnhof Zoo zu beobachten). Mitfahrgelegenheiten mit dem Auto wurden angeboten und genutzt. Ich fuhr zu Frau Venske, um sie - als leider einzige teilnehmende Lehrerin - zum Treffen abzuholen.

Als wir an der Rehwiese ankamen, waren die Gespräche der Anwesenden schon voll im Gange. Es war wirklich nett, so viele vertraute Gesichter wiederzusehen. Um aber einige evtl. Gedächtnislücken zu kaschieren, haben wir die Anwesenden alle mit Namensetiketten beklebt - man weiß ja nie! Den offiziellen Teil des Abends begannen wir mit einem kleinen Sektempfang. Aufgrund der Hitze haben die Betreiber der Wirtschaft mit uns über 40 Leuten hinsichtlich der Getränke bestimmt den Umsatz des Jahres gemacht! Dann wurde im Haus das Buffet eröffnet und der Abend nahm seinen Lauf. Er fand eigentlich eher im hübschen, schattigen Biergarten als im Haus statt. Darin war es nämlich VIEL ZU WARM, Quatsch: HEIß!

Eine kleine Einlage boten die wenigen zurückgesandten Fragebögen (d.h. leider nur zwölf oder dreizehn) zu persönlichen Erinnerungen an die Schulzeit, die Andi auszugsweise zum Besten gab. Auch die schriftlich erhaltenen Grüße der Abwesenden wurden verlesen. Schön, dass wir auf diesem schriftlichen Wege noch einige Mitschüler mehr "dabeihaben" konnten (neben Marcel Gounot auch Karina Wolff, Klaus Hobusch, Corinne Donath u.a.)!

Alle unsere aus dem Ausland angereisten Mitschüler wurden mit einer Piccoloflasche Sekt begrüßt. Wir hatten recht viel "Ausland" zu bieten: Frankreich (Isabelle Rousseau, als einzige ehemalige echte "Französin". Das wird jetzt aber sukzessive erweitert!), Schweiz (Tilo Dobberstein), Spanien (Ruth Engelbrecht), England (Godela Weiß), USA (Nanni Froehlich und
Susanne Hassenstein) und sogar Australien (Christiane Pohla). Frau Venske haben wir einen großen Blumenstrauß geschenkt und an Herrn Dr. Zwanzig, der krankheitsbedingt nicht mehr an dem Treffen teilnehmen konnte, eine große, von allen unterschriebene Sonnenblumenkarte gesandt. Für alle anderen haben wir ein "Erinnerungsalbum" angelegt, in dem sich wichtige Ereignisse unserer Schulzeit nachlesen lassen, Fotos der vergangenen Treffen enthalten sind
und das bei künftigen Treffen auch noch weiter wachsen soll.

Trotz aller vorherigen Aufrufe kamen dann doch auch noch "Überraschungsgäste". Diese hatten den Kostenbeitrag fürs Buffet vorher nicht überwiesen, aber beteiligten sich natürlich trotzdem an den entstandenen Kosten. Unsere Kalkulation ist perfekt aufgegangen, auch dank der erstaunlich hohen "Spenden" im Schweinchen "... für die Auslagen der Organisatoren". Wir schließen also mit einer (schwarzen) Null! Dank an alle Beteiligten dafür!

Überraschend auch, dass, trotz doch schon fortgeschrittenen Alters, die Vermehrungsaktivitäten unseres Jahrgangs andauern: Cornelia Dittrich kam sowohl zur Schule als auch zum abendlichen Treffen mit ihrer neun Tage (!) alten Tochter, Patricia präsentierte im FG ihren gerade zweiMonate alten Sohn, Danielle und Susanne Hannappel zeigten sich im fortgeschrittenen Schwangerschaftsstadium und auch Andi freut sich auf seinen in Kürze erwarteten Sohn.

Der Abend war dann viel zu schnell zu Ende. Der harte Kern (12-15 Leute) blieb ab Mitternacht / halb eins noch an einem langen Tisch im Garten sitzen, bis das Kneipchen verdienterweise schließen wollte. Gegen 2 Uhr löste sich dann auch diese Runde von der Tageshitze und allen Erlebnissen ziemlich geschafft, bißchen müde, aber trotzdem fröhlich auf...

Als "Organisatoren" haben wir uns im Vorfeld des Treffens ja schon seit gut einem Dreivierteljahr regelmäßig gesehen. Für uns hat sich wieder einmal die der abgekaute Spruch bewahrheitet, dass die Vorfreude eine der schönsten sei! Wir haben nach diesem erfolgreichen und schönen Tag (danke für Eure vielen begeisterten, netten Rückmeldungen!) jedenfalls vor, an dem fünfjährigen Rhythmus unserer Treffen festzuhalten und fangen jetzt schon an, uns auf 2010 zu freuen!




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