 |
 |
Bayer, Torsten |
 |
 |
Bräutigam, Kaschi (Claudia) |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Donath, Corinne |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Fahrenkrog-Petersen, Lutz |
 |
 |
Fischer, Dr. Carolin |
 |
 |
Gut, Christian |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Hassenstein, Susanne |
 |
 |
Heinzgen, Andreas |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
(Ketscher) Reither, Brigitte |
 |
 |
Kiesner, Cosima |
 |
 |
Klaißle, Sabine |
 |
 |
Koch, Ariane |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Näbig, Roger |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Klose-Schellhorn, Susanne |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Vollberg, Marcel |
 |
 |
Weiß-Sussex, Godela |
 |
 |
Wolff, Dr. Karina |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|

|
* 1. September 1962 + 6. Juni 1976
|
|
Marcel Vollberg war einer jener jungen Menschen, bei denen es scheint, als habe das Glück sein Füllhorn geradezu verschwen-derisch über ihnen ausgeschüttet:
Er sah gut aus, die Mädchen schwärmten für ihn, er erlangte offenbar ohne Anstrengung gute Noten und er stammte aus einem vermögen-den Elternhaus mit der Perspektive, eines Tages den väterlichen Betrieb zu übernehmen.
Das alles machte ihn jedoch keinesfalls arrogant oder unnahbar, vielmehr war er einer der Beliebtesten in der Klasse, nicht nur bei seinen Mitschülern, sondern auch bei den Lehrern; er war immer mittendrin, immer freundlich, immer hilfsbereit, so jedenfalls meine Erinnerung.
|
 |
|
|
Am letzten Tag des ersten FG-Schuljahres lud er die gesamte Klasse zu einer Abschlußfête auf das elterliche Grundstück ein und bei strahlendem Sommerwetter amüsierten sich 36 Steppkes (und ihre Klassenlehrerin) bei Negerküssen, Blindekuh und im Planschbecken - Bilder davon finden sich in der Galerie.
Später, als die Parties erwachsener (oder das, was wir dafür hielten) wurden, war Marcel immer ganz vorn dabei, wenn es galt, eine Schulfête zu organisieren, die Aula zu schmücken und Plakate zu malen.
Im Frühjahr 1976, am ersten Schultag nach den Osterferien, fehlte Marcel. Helge, der mit ihm eng befreundet war, teilte uns mit, daß Marcel beim Skifahren in eine Gletscherspalte eingebrochen und mehr als 10 Meter tief gestürzt war; dabei hatte er sich schwere innere Verletzungen, insbesondere an der Leber, zugezogen. Er lag im Koma.
Die Klasse war bestürzt; die Lehrer, die die Nachricht naturgemäß bereits vor uns erhalten hatten, bemühten sich, unseren seelischen und emotionalen Wellengang zu glätten, während sie gleichzeitig selbst erkennbar mitgenommen waren.
Ein Brief an Marcel wurde geschrieben, gemeinsam gute Besserung gewünscht, viel miteinander gesprochen, aber auch verdrängt, bis eines Tages, knapp zwei Monate später, als wir alle nach einer Deutsch-Klassenarbeit schon in die Pause fliehen wollten, der Deutschlehrer Herr Victor uns zurückhielt und Helge das Wort erteilte.
Mit Tränen in den Augen berichtete dieser, daß der Zustand von Marcel sich deutlich verschlech-tert hatte und die Heilungsaussichten gänzlich geschwunden waren, woraufhin die Ärzte und seine Familie beschlossen hatten, ihn, so Helges Worte, einschlafen zu lassen.
Marcel Vollberg wurde nicht einmal 14 Jahre alt. Er fand seine letzte Ruhestätte unter Anteilnahme der gesamten Klasse auf dem Friedhof am Fürstenbrunner Weg.
|
|
|
|
|
 |
 |
 |
|